Vor gerade knapp drei Wochen war gerade erst die Osterbauhütte zu Ende gegangen und schon stand bereits das nächste Bauwochenende an. Die Bedenken, ob die Verschnaufpause seit der Osterbauhütte zu kurz und die Konkurrenz der vielen anderen bündischen Veranstaltungen um diese Jahreszeit zu groß wäre, erwiesen sich als unbegründet. Freitagabend trafen nach und nach ein Dutzend Hofschaft auf einem blitzsauberen Hof ein. Dort begrüßten sie bereits einige Gesellen, die zur Vorbereitung des Maitreffens der Rolandsbrüder auf dem Hof verweilten. Nach einem leckeren gemeinsamen Abendessen wurde der erste Abend zusammen am Lagerfeuer verbracht.
Am nächsten Morgen weckte die Sonne und, gestärkt mit frischen Brötchen und guter Laune, machten sich alle ans Werk. Es galt, einige Baustellen der Osterbauhütte weiter voranzutreiben oder auch abzuschließen. Dies gestaltete sich trotz des Tatendrangs als schwierig, da es galt, die Arbeit irgendwie zwischen die vielen Essenspausen zu legen.
Nach dem Frühstück folgte nämlich der offene Vormittagssnack aus restlichen Brötchen und leckeren Muffins. Mittags gab es das große Werkstatt-Pizza-Schlemmen, bei dem jeder Pizzawunsch dank des Pizzaofens der Gesellen erfüllt werden konnte. Nach einer kurzen Pause ging es bei schönstem Sonnenschein weiter mit dem Nachmittags-Kaffee-und-Kuchen-Buffet mit traumhaftem Himbeerquark-, Sonnenblumenmarmor- und Apfelblechkuchen. Viel Zeit zum Arbeiten blieb nicht, denn nach einem Verdauungsspaziergang wurden zum Abendessen Kartoffelgulasch, vegetarische Bolognese und Puddingcreme-Nachtisch kredenzt. Nach dieser Mahlzeit brauchte es dann seine Zeit, bis die Hofschaft und Gesellen sich wieder bewegen konnten und den Weg in den Innenhof ans gemeinsame Lagerfeuer fanden, um den Abend bei schönstem Sternenhimmel ausklingen zu lassen.
Am nächsten Morgen bog sich der Frühstückstisch unter dem Sonntagsfrühstück mit frischem Rührei und allerlei leckeren Resten vom Vortag. Wer sich wundert, ob bei diesem Mahlzeitenmarathon überhaupt etwas geschafft wurde, dem sei gesagt: Natürlich! Hof:schaf(f)t!
Es wurde erfolgreich der nachgelieferte Glasschaumschotter verschoben, sodass der zukünftige Untergrund der Backstube nun das erforderliche Niveau hat, die Fundamente der Außenwaschstellen-Überdachung wurden einbetoniert und die Leckagen beseitigt, es wurde Brennholz gemacht und in die Mieten gefüllt, weitere Putzmittelleisten hergestellt und angebracht, die Wege auf der Wildblumenwiese abgesteckt, am Rasenmäher geschraubt und Rasen gemäht, die Werkstätten aufgeräumt, am Bauwagen geschraubt und andere kleinere und größere Sachen erledigt. Auch der Besuch des Baumarktes und des örtlichen Getränkemarktes durfte natürlich nicht fehlen.
Am Sonntag wurde nach gemeinsamem Aufräumen und Putzen vor der Abreise noch die Sonne im Innenhof genossen, Restekuchen und Nachtisch vertilgt und Pläne fürs Wiedersehen und die nächsten (Bau-)Wochenenden geschmiedet.
Katha
Neueste Kommentare