Katha und Arne waren wegen einer langen Reise lange nicht am Hof- wohl etwas zu lange für ihren Geschmack. 
Wie die Rückkehr für die beiden war und was so passiert ist berichtet Katha am besten selbst:

Endlich Ostern und die Osterbauhütte steht vor der Tür! So fühlten wir nach einem Jahr Hof-Abstinenz und reisten voller Ungeduld und Vorfreude spontan einen Tag zu früh an. Und siehe da, wir wurden nicht enttäuscht. Eine Handvoll Hofschaft und Wandergesellen waren bereits auf dem Hof und fleißig werkeln.

Nach einem ersten netten Hofabend in kleiner Runde, machten wir und am nächsten Morgen direkt an die Arbeit. Motiviert durch das, von den Wandergesellen bereits fast abgeschlossene Teilprojekt, „Holzstallertüchtigung“, wagten wir uns an das Großprojekt dieser Osterbauhütte, der Backstubensanierung – auf das diese bald im neuen Glanz erstrahlt. Es ging also ans schaufeln, buddeln und Schubkarren fahren. Dadurch wurde die entkernte Backstube und die zukünftigen Spülküche für  Zu- und Abwasserinstallation sowie den neuen Fußbodenaufbau vorbereitet. Die Buddelei und Schaufelei sollte uns dann auch die gesamte Bauhütte begleiten.

Zum Glück füllten sich Haus und Koppel mit einer wachsenden und wechselnden Anzahl an Menschen. So fanden sich immer genug frisch ausgeruhte Schaufelnde. Es wurde selten auf einer Hofbauhütte so fleißig ausgebuddelt, Rohre verlegt und eingebuddelt und Glasschaumschotter geschippt und geschoben, dass wir das gesetzte Ziel vorschnell erreichten und uns der Glasschaumschotter ausging.

Hofschaft und Wandergesellen waren so zahlreich und voller Tatendrang, dass neben der Backstube und dem Holzstall immer mehr größere und kleinere Projekte weitergeführt oder begonnen wurden: Auf Niveau bringen des Sonnenuntergangsbetrachtungshügels, Außenwaschstelle mit fließend Wasser und Fachwerküberdachung versehen, Fensterputzen, das große Scheunen-Räumen, Putzsachenecke in Regalien aufbauen und gestalten, Eingangsstein behauen und setzen, Ausflug nach Borg, Feuerstelle und Weg pflastern, Elektroarbeiten in Werkstatt und Badestube. Instandsetzen und Sicher machen von Großgeräten, Holunder und Hecke setzen, Rasen säen, Wand weißeln, Toiletten- und Pissoir-Montage, Tische und Türen TÜV, Spiegel für Riesen im Bad anbauen, Stangenlager bauen und Stangen einsortieren, Risse in Backstuben-Außenwand mit Edelstahl bewehren und verharzen, Schränkchen in Haus und Werkstatt aufräumen, Maurerarbeiten, Wiese und Aschehaufen nach Metall durchforsten, Briefkasten versetzen, Bänke ölen und und und.

Auch die Köpfe liefen heiß: Der „AK How to Barrierearm“ erarbeitete einen ersten Vorschlag für einfache Maßnahmen, mit dem der Hof in den nächsten Monaten und Jahren barriereärmer gestaltet werden soll.

Viele Projekte, das heißt auch immer viel Material, welches benötigt und dann natürlich mühsam besorgt und herangeschafft werden musste. Zudem machten Wind und Schiet-Wetter es nicht immer ganz einfach. Die nächste Pause mit Sterneköch*innen-Verpflegung war jedoch immer nur einen Wimpernschlag entfernt und entschädigte für alles. Dafür sorgten die fleißigen Küchen-Hasen, die an allen neun kompletten Tagen viermal täglich immer ziemlich rechtzeitig und vor allem immer unglaublich lecker eine Mahlzeit gezaubert haben – und JEDES MAL danach waren zeitnah richtig tolle Abwäscher*innen und Helferlein in der Küche.

Abends am Feuer bei Gesang und Musik oder auch in der Badestube oder Sauna wurde dann geklönt, die Geschichten des Tages ausgetauscht und einfach nur die schöne Zeit genossen und zusammen entspannt gelacht und gefeiert.

Karsamstag wurden dann nochmal alle Kräfte zusammengenommen und bis zum Sonnenuntergang gearbeitet, so dass alle Baustellen aufgeräumt und die Projekte abgeschlossen bzw. für die nächste Bauhütte vorbereitet werden konnten. Dies feierten wir dann mit einem großen und schönen gemeinsamen Osterfeuer mit BBQ und Fritten, Osterfrühstück und Osterfestmahl. Selbst das Aufräumen am Ostermontag ging gemeinsam schnell von der Hand und wir trennten uns etwas Buddel-geschafft aber zufrieden bei schönstem Sonnenschein nach einem Abschlusskreis und gemeinsamen Lied voller Vorfreude auf die nächste Bauhütte Ende April.